Samstag, 18. Juli 2015

Parteiverräter wollen ihr Pöstchen behalten

Immer wieder kommt es vor, dass Politiker, die durch ihre Partei ein Pöstchen bekommen haben, es auch dann behalten wollen, wenn sie die Partei verlassen haben. Da gab es eine Grüne, die zur Linken wechselte, eine Linke, die unter höchst zwielichtigen Umständen direkt nach der Landtagswahl zur SPD ging, eine Linke, die ausgerechnet zur FDP ging und dann von dort wieder wegging und nun gibt es 2 Parteiwechsler, die ihr Pöstchen im Stadtrat auf der Liste der AfD bekommen haben, es aber auch nach Parteiaustritt behalten wollen. Die Begründung dafür klingt nach fauler Ausrede und wirkt sogar wie Hohn. Da wird etwas gefaselt, man habe einen Wählerauftrag und man wolle nicht, dass Leute nachrücken, deren Politik man missbilligt. Warum sagen Sven Wagner und seine Kollegin Martina Brenner nicht ehrlich: wir möchten unser liebgewordenes Pöstchen behalten und das ist uns wichtiger als alles andere ? Gerade weil sie auf der Liste einer Partei gewählt wurden und eben nicht als Direktkandidaten, ist ihre Argumentation abwegig. Wer auf der Liste einer Partei sein Pöstchen bekam, müsste es anständigerweise dann zurückgeben, wenn er die Partei verlässt. Im übrigen ist das, was Sven Wagner im "Wochenspiegel" dazu geschrieben hat, nur Propagandageschwätz: bloße Schlagwörter, falsche Behauptungen und viel Blabla, das von den eigentlichen Fragen ablenken soll. Statt sich um die Saarbrücker Kommunalpolitik zu kümmern, strebt Sven Wagner offenbar nach "Höherem" und betätigt sich zur Zeit als Sprecher (Schwätzer?) des lächerlichen Weckruf-Vereins, der auf dem AfD-Parteitag eine schwere Niederlage erlitten hat. Schlechte Verlierer also, diese Möchtegern-Politiker. Offenbar gilt für sie Demokratie nur so lange, wie sie glauben, die Mehrheit zu haben. Wenn sie dann merken, dass sie eine Minderheit sind, machen sie es wie kleine Kinder, die nur dann mitspielen wollen, wenn sie garantiert gewinnen. Klar ist, dass Leute wie Sven Wagner keine politische Zukunft haben, denn ihre politischen Ergebnisse sind gleich Null.

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